In der Natur sind große geheime Kräfte enthalten, und wenn sie von den Hindernissen befreit werden, die ihrer Entwicklung im Wege stehen, so ist es, als ob ein gefangener Mensch seiner Bande entledigt wird .....“

Paracelsus     

 

 

 

                                   

  

Kraft und Energie durch Bäume

 

Die Natur spendet uns Kraft, Ruhe und Erholung. Das Grün der Bäume, der Wiesen und der Pflanzen ist gut für unsere Augen und unsere innere Ruhe. Es heilt uns.

Bäume haben eine tiefe Weisheit gespeichert. Teilweise stehen sie seit mehreren hundert Jahren an ihrem Platz, haben in dieser Zeit alle Jahrszeiten durchlebt. Es wurden neue Blätter und Blüten gebildet, der Kreislauf begann. Im Sommer haben wir im Schatten der Bäume uns ausruhen und träumen können. Im Herbst dann haben die Bäume ihr Laub abgeworfen, sie haben ihre Kraft gespart, um den Winter zu überstehen. Sie haben praktisch „Winterschlaf“ gehalten, um dann im Frühjahr wieder „neu geboren“  zu werden.

Über die Jahrtausende bezog der Mensch aller Kulturen den Baum in seinen Symbolschatz ein. Dabei symbolisiert die Wurzel des Baumes irdische Gebundenheit, Festigkeit und Halt. Die Wurzeln wachsen ins Innerste der Erde,  von wo aus sie die Nahrung bis in die Krone schicken. Die Krone symbolisiert den Himmel, den Ort des Sieges über den Tod: Unsterblichkeit.

Am Stamm des Baumes kann man sich aufrichten, Kraft tanken und neuen Mut erhalten.  

Was haben diese Bäume in ihrem Leben schon erlebt. Sie haben Stürme, Regen, Hagel und Schnee erlebt genau so wie die Sonne. Unter den Bäumen haben Kinder gespielt, gelacht und geweint.

Unter den Bäumen haben sich Verliebte geküsst, sich ewige Treue geschworen und Herzen in die Rinde der Bäume geritzt.

Im Schatten der Bäume haben Menschen gerastet, ausgeruht von langen Märschen oder harter Arbeit.

Die Bäume haben auch Kriege erlebt, Schlachten und Kämpfe.  

 

 

Diese Bäume helfen uns Menschen, wenn wir wieder einmal den Mut verlieren und nicht weiter wissen, oder wenn wir einfach nur in unsere Mitte kommen und still werden wollen.

Durch Meditation und  Energieübungen können wir Menschen lernen, die Kräfte der Bäume zu übernehmen. Die folgenden Übungen sollen dir dabei helfen.

Du kannst die Übungen im Stehen ausführen, und dabei wäre es schön, wenn du dabei in der Natur stehen könntest, um die Erde unter deinen Füßen zu spüren.

Du kannst diese Übungen auch im Sitzen ausführen oder dich auf den Rücken legen, die Hände und Arme locker neben dem Körper liegend.

 

 

 

 

 

Setze dich auf einen Stuhl, den Rücken gerade aufgerichtet und die Füße nebeneinander fest auf dem Boden stehend. Lege deine Arme mit geöffneten, nach oben zeigenden Handflächen auf deine Oberschenkel.  Atme einige Male tief ein und aus.

  

Ich gebe mir Kraft (R. Pilaske)

Wann immer du möchtest, kannst du dich mit liebevollen Gedanken und der Bitte um Hilfe an das Wesen des Baumes wenden. Bitte ihn um Kraft und Rat. Teile ihm mit, dass du dich unwohl fühlst, dass du geschwächt bist, dass du bestimmte Probleme momentan nicht lösen kannst und dass du an seiner kraftvollen Energie teilhaben möchtest.

 

Auch wenn es dir anfangs ungewöhnlich erscheinen mag, mit dem Wesen der Bäume in Kontakt zu treten, glaube daran und versuche es einfach. Seine Energie wird dir helfen, deinen Energiefluss zu stärken und aufnahmefähiger und offener zu werden. Folgende Energieübungen begleiten und unterstützten diesen Prozess: 

 

 

 

Energieübung 1

Lehne dich mit dem Rücken an den Baumstamm und lasse die Energieströme des Baumes über deine Wirbelsäule in deinen Körper fließen. Stelle dir dabei vor, wie alles Belastende durch deinen kleinen Energiezentren unter den Füßen hinab in das Erdreich strömt und gleichzeitig der frei werdende Raum mit neuer, aufbauender Lebensenergie versorgt wird.

 

 

 

Energieübung 2

Unsere Handinnenflächen, die wie die Füße mit kleinen Energiezentren ausgestattet sind, nehmen die Energien der Bäume auf und geben diese Kraft an alle unsere Organe und Zellen weiter. Führe hierzu deine Hände rechts und links an den Stamm heran, ohne ihn zu berühren, aber so, als wolltest du ihn umfassen. Konzentriere dich auf die Energie, die dich nun durchströmt und belebt. Vielleicht spürst du Wärme oder ein leichtes Kribbeln in deinen Handinnenflächen oder in deinem Körper. Es reicht, wenn du dich für wenige Minuten deiner Energiearbeit widmest.  Mit der Zeit wirst du immer sensibler für diese Energien.

  

Du kannst aber auch auf einen Baum, der dir ganz besonders gut gefällt, zugehen und ihn umarmen. Spüre seine Stärke und bitte ihn, dir davon so viel abzugeben, wie du brauchst. Du wirst die Kraft spüren und dich wohl fühlen.

 

  

 

Energieübungen von K. Vopel

 

Als Baum heranwachsen

Stelle dir vor, dass du ein ganz junger Baum bist. Noch ganz klein, mit einem dünnen, zarten Stamm. Mach dich so klein wie möglich am Boden. Die Stamm ist so schmal, deine Zweige und Äste so kurz. Aber deine Wurzeln sind fest in der Erde verankert. Sie halten dich gut und fest und versorgen dich sicher mit allem, was du brauchst. Die Sonne scheint auf dich, Regen fällt auf dich nieder, die Erde versorgt dich mit Nahrung.

Du hast Lust, zu wachsen und größer und groß zu werden. Und nun stellst du dir vor, wie du wächst und langsam immer größer wirst.

Du beginnst, ruhig aufzustehen, und du bekommst einen richtigen Stamm, und deine Arme werden kräftige Äste.  

Du kannst dich ganz leicht und sanft bewegen, wie ein sehr großer Baum im Wind.

Du kannst es genießen, so ein großer, starker und fest verwurzelter Baum zu sein, der seine Äste der Sonne entgegen streckt.

Wenn du dieses Gefühl lange genug genossen hast, komme langsam wieder zurück in diesen Raum, ins Hier und Jetzt, werde wieder Mensch. Atme einige Male tief ein und aus, bewege dich, recke und strecke dich und genieße den Tag.

 

  

   

Fantasiereise nach K. Vopel

 

Eins werden mit dem Baum

 

Schließe deine Augen und atme einige Male tief ein und aus.

Stelle dir vor, dass du zu einem Platz in der Natur gehst, wo du frische Energie gewinnen kannst. Wähle einen Platz aus, wo schon beim bloßen Gedanken an ihn ein Gefühl von Ruhe und Freude in dir aufsteigt. Gehe dort in deiner Fantasie ein wenig hin und her, und schaue dich in allen Richtungen um. Gestatte dir dieses angenehme Gefühl, ganz und gar hier zu sein. Spüre die Luft auf deiner Haut, die Sonne, deine Füße auf dem Boden, und presse deine Zehen in die Erde hinein. Berühre die Erde mit den Händen, und höre auf alle Geräusche. Vielleicht Wasser oder Wind? Vielleicht das Singen eines Vogels oder das Rauschen der Blätter?

 

Nun bemerke einen großen alten Baum, an den du dich setzt. Lehne deinen Rücken an den Stamm, und spüre die zuverlässige Unterstützung, die er dir bietet. Nun kannst du eine symbolische Reise durch den Baum machen. Beginne bei den vielen kleinen und großen Wurzeln.

 

Stelle dir vor, dass du der Baum bist und wie du mit deinen Wurzeln Wasser aufsaugst, um die Nährstoffe an jeden Platz des Baumes zu transportieren und überall hin in deinen Körper. Spüre, wie das Leben in dir pulsiert und wie deine Energie zunimmt, wenn jede Zelle deines Organismus genährt wird.  Lasse diese Energie durch deinen ganzen Körper fließen, durch deinen Stamm in alle Äste und Zweige, so dass alle Blätter und Früchte genährt werden. Fühle deine Verbindungen mit dem Leben, spüre, wie du ein Teil der Natur bist.

 

Und nun sei wieder du selbst, lehne dich noch eine Weile an den Stamm des alten Baumes, und denke darüber nach, wie alles mit einander verbunden ist.

 

Und sei gewiss, dass du jederzeit an diesen Ort und zu deinem Baum zurück kehren kannst, wann immer du mit der Natur verbunden sein möchtest und die Kräfte des Baumes spüren möchtest.

 

Komme nun langsam wieder zurück in dieses Leben, atme einige Male tief ein und aus und dehne deinen Körper. Fühle dich frei und erfrischt. 

 

  

 

Bäume im Wind

 

Stelle dir vor, dass du ein großer, hoher Baum bist. Du weißt, wie sich die Wipfel der Bäume bewegen, wenn Wind weht. Sie schwingen sanft vor und zurück.

 

Stelle dich gerade hin, einen Fuß nach vorn, etwas mit den Zehen nach außen gedreht, den anderen etwas nach hinten. Finde eine ganz bequeme Haltung, einen guten Platz, um als Baum zu stehen. Deine Füße graben sich als lange Wurzeln in die Erde, sie halten dich und geben dir alle Kraft, die du brauchst.

 

Beuge jetzt die Arme so, dass die Oberarme am Körper lieben, die Unterarme schräg nach oben deuten, die Hände ausgestreckt. Die Handflächen zeigen nach unten. Deine Fingerspitzen sollten sich ungefähr in Schulterhöhe befinden.

 

Verlagere nun dein Gewicht auf den vorderen Fuß, und bewege deine Unterarme etwas nach vor, dabei lasse beide Füße fest auf dem Boden. Und jetzt schwinge zurück, indem du das Gewicht auf den hinteren Fuß verlagerst und dabei die Unterarme wieder näher an den Körper heran ziehst. Und so schwingst du als großer Baum vor und zurück, fest verwurzelt im Boden. Kein Sturm kann dir etwas anhaben.

 
 
  
 
 
 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



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